Eckleff
Die geheimen Arbeitstafeln von Eckleff


gnostische Skizzen

Die Arbeitstafeln des Eckleff Broschur DIN A 4 - 12,50 € - nachgebesserte Ausgabe.
ca. 37 Seiten mit vielen Abbildungen
ISBN: 978-3-9812875-1-6

Inhalt
Drei von diesen Arbeitstafeln wurden jetzt von Frank Heinrich entschlüsselt und ihre Symbolik weist bis in das 6. - 7 Jahrhundert nach Christus zurück. Wenn man diese Skizzen mit den gnostischen Texten aus Nag Hamadi vergleicht, fällt auf, daß hier etwa Bildhaftes symbolisch festgehalten wurde in Form von Arbeitstafeln. Auf jeden Fall sind die Gedanken und Urbilder, die sich in den Skizzen verbergen, gnostischen Ursprungs.


Der große Unbekannte: Eckleff – der unbeachtete Gnostiker.

Für Anfang 2014 war eine überarbeitete Neuauflage geplant, leider ist mir das aus zeitlichen Gründen bisher nicht möglich gewesen, zu umfangreich sind die Querverbindungen, sie gehen zurück bis in die antike Welt und den antiken Mysterien.
Wenn man sich z.B. die Arbeitstafel 23, Mitte links, genauer Ansicht (Spiegel schräg anlegen-Spiegelung rechts einsehen), wird man feststellen, das sich auf der rechten Seite der Tafel ein weiblicher Torso ohne Kopf, geformt wie eine nach oben offene Pflanzenblüte befindet – das Mysterium der Geburt bzw. der Aufnahme des Lebenskeimes darstellend. Auf beiden Seiten dieser "weiblichen Darstellung, der der Kopf fehlt, sind jeweils eine Taube (Vogel) abgebildet. Dieses Bild kommt aus der Antike und stellt Isis und ihre Schwester, Nephthys, dar. Es sind die beiden weiblichen Stützen, einmal für das Irdische und für das Himmlische. Ohne diese Göttinnen kann sich nichts entwickeln, so sah man das in der antiken Welt. Der Ursprung dieser beiden Göttinnen liegt in Ägypten.

Der ägyptische Eingeweihte sagte:

„Meine Mutter ist Isis und Nephthys,
meine Gemahlin ist Isis und Nephthys,
mein Vater ist ewiglich lebende, schöngesichtige Sonnengeist …“

Hier kann man die tiefe Verbundenheit des ägyptischen Eingeweihten zu den beiden Göttinnen erkennen. Diese Verbundenheit hat das gnostische Christentum übernommen. Die katholische Kirche hat dieses Wissen natürlich nicht weiter gegeben, es äußert sich verdeckt in der Schwarzen Madonna und der himmlischen Königin.

Siehe dazu: Osiris, hinter ihm stehend Nephthys und Isis, im Papyrus Ani.

nephthys und Isis

Das Symbol welches Nephthys auf ihren Kopf trägt, eine nach oben hin offene Schale, gleicht dem Symbol auf der Arbeitstafel des Eckleff. Auf beiden Symbolen wird gezeigt, daß den Lebenskeim Empfangende, man könnte auch vom weiblichen Gral sprechen.

christus

Auf diesem gnostischen Christussiegel sind diese beiden Göttinnen als Vögel dargestellt. In der Mitte die Schlange der Erkenntnis. Unten steht SALUS: Gesundheit, Wohl, Heil, Glück, Rettung
Kurz und gut, die Arbeitstafeln des Eckleff haben es in sich, eine völlige Aufarbeitung ist mir allein leider nicht möglich. (Übrigens, das P im Christussiegel ist kein P, sondern der angehängte Mond, R. Steiner)

Kurzer Abriss über die besagten Arbeitstafeln und Ritual-Daten von Eckleff.

Im 1800 Jahrhundert, als überall in der europäischen Welt Logen gegründet wurden, übergibt ein bis dato ziemlich unbekannter Freimaurer, dem Freimaurer Zinnendorf merkwürdige Zeichnungen und Rituale. Zinnendorf und noch andere Freimaurer finden seine Rituale und die dazu gehörenden Arbeitstafeln so wichtig, dass sie die Akten Eckleffs übernehmen und verschiedene Logen bzw. Orden, gestützt auf den esoterischen Inhalten der Eckleff-Akten, gründen.
Angeblich aber, so jedenfalls nach den Berichten der Forschungsloge „Frederik“, der Großen Landesloge von Deutschland (auch FO genannt), wurden die Dokumente dann (auf einmal) nicht mehr verstanden und der Inhalt derselben war auch angeblich unklar. Die übergebenen Akten und Zeichnungen sollen auch von Eckleff nicht verstanden worden sein und in „Schnitzeln“ an Zinnendorf geliefert.

Eckleff selbst sollte also älteste Reißbretter abgezeichnet haben – per Hand, obwohl er sie selbst angeblich nicht verstanden haben soll. Aber er hielt es für Wert (warum wohl?), die nicht verstandenen, ihm unbekannten Zeichen und Reißbretter abzumalen, zu kopieren und sie dann Zinnendorf, der sie ebenfalls weiter reichte, auszuhändigen.
Liest man aufmerksam diese sogenannten Forschungsergebnisse der Forschungsloge „Frederik“ dann kommt man sehr schnell zu dem Urteil: Man weiß absolut nichts über die Arbeitstafeln,  will aber unbedingt etwas darüber schreiben!
Kein Mensch unterzieht sich einer derartigen Arbeit, es handelt sich nicht nur um eine Arbeitstafel die Eckleff abgezeichnet hatte, wenn er deren bedeutsamen esoterischen Wert nicht kennt.
Und was noch hinzu kommt: Hätte Eckleff nicht akribisch genau abgezeichnet so wären die Arbeitstafeln nicht erkennbar. Sie bestehen ja, wie der Leser dann noch sehen wird, aus 2 Tafeln, gezeichnet auf einer einzigen Tafel. Jeder falsch gesetzte Strich, jede ungenau gezogene Rundung hätte den Sinngehalt der Arbeitstafeln verfälscht bzw. sie unlesbar gemacht. Eckleff hat diese Arbeitstafeln mit hoher Sicherheit in einer Loge gesehen und dann, das ist auch sicher aufgrund seiner genauen Kopie (die konnte er nicht mal schnell heimlich anfertigen, abzeichnen, quasi während einer Logenarbeit), mit Genehmigung der entsprechenden Loge, die Kopien verfasst. Entscheidend ist ja die Tatsache, die ja seitens der FO Forschungsloge als historisch verbürgt bzw. verstanden wurde, das Eckleff mit diesen Kopien und anderen Dokumenten in Deutschland auftauchte und sie mit dem Ziel, Logen nach diesem System zu gründen, weiter gab. Das ist bestimmt keine Einzelaktion gewesen sondern eine konzertierte Aktion. Leider ist nicht mehr nachzuvollziehen woher, aus welcher Loge, von welchem freimaurerischen System der Impuls kam. Ich persönlich neige dazu anzunehmen, dass die Unterlagen aus Frankreich stammten. Während meiner Recherchen konnte ich feststellen, dass sehr viele Logen in Frankreich nach altägyptischen Mysterienvorstellungen arbeiteten.

Die Forschungsloge Frederik schreibt:

„Seit der Gründung der Logen ist auch Carl Friedrich von Eckleff (1723 bis 1786) Freimaurer. Er wird als "von bescheidener sozialer Stellung" beschrieben, wird aber in der Folgezeit für die schwedische Freimaurerei als Begründer des "schwedischen Systems" (= christliche Lehrart) eine große Rolle spielen.

Mit 33 Jahren (1756) errichtet Eckleff ein eigenes Logensystem, bestehend aus sieben, später aus neun Graden, das in Bezug auf Tiefgründigkeit und Sinnhaftigkeit den bestehenden Systemen weit voraus war, (Vom Autor hervorgehoben).

Als immer mehr schwedische Logen die kopierten Ekleffschen Akten erhielten und nach diesem System arbeiteten, wurde 1759 die Schwedische Große Landesloge gegründet.

1771 traten der schwedische König Gustav III. sowie seine Brüder Carl und Fredrik Adolf in die Loge ein. Der König erklärte sich zum Beschützer der schwedischen Freimaurerei.

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, woher Eckleff die "Akten" - die Ritualbücher und sonstige Schriften, die für die rituelle Arbeit nötig sind- erhielt, (farbige Hervorhebung d. d. Autor).

Auch heute noch wird in Skandinavien und in Deutschland nach den (in den Jahren modifizierten) Eckleffschen Akten gearbeitet.“

Modifiziert soll hier heißen: Man hat die Eckleffschen Akten, was man davon verstand und sofort frei verwenden konnte, übernommen und dann überarbeitet. Die inzwischen geheim gewordenen Arbeitstafeln wanderten ungenutzt ins Archiv.

„Die Freimaurerei dieser Art wird das Schwedische System oder die christliche Lehrart genannt.

Die geistige Tiefe des Eckleffschen Rituals hat die Brüder sich als "Orden" begreifen lassen, so daß sowohl in Skandinavien als auch in Deutschland die christlichen Großlogen den "Untertitel" Freimaurerorden (FO) tragen.

eckleff

Carl Friedrich von Eckleff

Nach der von mir vorgenommenen Teilentschlüsselung der Arbeitstafeln Eckleffs, habe ich des öfteren den Gedanken in mir hochsteigen gefühlt, vielleicht wäre es besser die Arbeitstafeln, nach wie vor, im „Dunkeln“ zu belassen, denn ihre Botschaft ist eindeutig ägyptisch-koptisch (gnostisch) und wird manche Brüder nicht sonderlich erfreuen. Warum? Weil der esoterische Inhalt dieser Arbeitstafeln über die allgemeine, profane freimaurerische Belehrung  weit hinausgeht und sich geistigen Sphären zuwendet die aus einer gnostischen Auffassung (Erkenntnis) herkommen. Dass dies von mir keine aus der Luft entnommene Behauptung ist, werde ich in der Neuauflage zweifelsfrei nachweisen. Die Erkenntnisse die aus den Arbeitstafeln fließen, wurden auch von den Templern, Jahrhunderte davor, benutzt.

In einer bestimmten Lebensphase hatte ich das große Glück, das sich mein Interesse auf Leonardo da Vinci richtete und ich so durch sein Wissen zu der Entschlüsselung der Arbeitstafeln gelangen konnte. Leonardo verwendete oft die sogenannte Spiegelschrift, das ist allgemein historisch belegt. Anfangs wendete ich die Tafeln hin und her und nach einer Weile der Betrachtung wollte ich sie unwiederbringlich zu den Akten legen. Ich ging aus meinen Arbeitsraum und holte einen kleinen rechteckigen Handspiegel, den setzte ich dann auf die Arbeitstafeln – keine Erkenntnisse. Erst als ich den Spiegel über die Diagonale der Tafel legte, das Andreas-Kreuz nachahmend, was ja bestimmt kein Zufall war, ergaben die Zeichen einen Sinn und ich konnte die Symbolik auf den Tafeln lesen. Die Arbeitstafeln waren also spiegelverschlüsselt – Andreas der Schutzpatron des 6. Grades, sein Symbol: das Andreas-Kreuz.

Als brisantes gnostisches Beispiel verwenden wir hier die Arbeitstafel Nr. 23

gnostische arbeitstafel

Auf dieser Arbeitstafel ist eigentlich kaum etwas zu sehen, außer auf der linken Seite der Tafel eine Art Handschuh. Ansonsten bleiben die Zeichen unverständlich. Legt man aber einen Spiegel diagonal auf diese Tafel und blickt nach rechts in den Spiegel hinein so sieht man folgendes Bild.

eckleff
Überarbeitete Arbeitstafel

Die rechte Seite der Arbeitstafel entschwindet unserem Blick und nur die linke Seite offenbart ihre Symbolik. Sehen wir uns nun die Symbolik an, von oben nach unten betrachtet.

Zwischen zwei kleinen Wellen, man könnte auch ein langgezogenes S vermuten, taucht ein Taubenkopf auf – das Symbol des Heiligen Geistes. Aus dem Taubenschnabel fällt ein Keim herab in einem geöffneten weiblichen Schoß der von zwei behandschuhten Händen, segnend „beschützt“ wird. Unter dem weiblichen Schoß steht ein kubischer Stein, ein gutbehauener fertiger Stein, so wie jeder Freimaurer versucht sich diesem Stein anzunähern, sich ihm ähnlich zu machen.  Rechts und links daneben ein großes T = Tau, bedeutet die Gegenwart Gottes, in diesem Falle die doppelte Gegenwart. Was das bedeutet erkläre ich später.

Darunter der schmale Weg, der zu diesem Mysterium hinführt.

 

Dass es sich hier nicht um eine pornografische Darstellung handelt ist wohl jedem klar, schreiben muss ich es aber trotzdem. Hier wird ein Mysterium in Form einer freimaurerischen Arbeitstafel dargestellt!

Freilich könnte ich dieses Mysterium, nennen wir es ein Geburtsmysterium, umfangreich mit eigenen Worten beschreiben aber ich wähle einen Text von Rudolf Steiner. Trefflicher, prägnanter kann ich dies ohnehin  nicht.

 

R. Steiner, Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen, Seite: 110 (GA 202):
...glaubt man, der Menschenkeim wachse einfach im mütterlichen Leibe aus den Kräften des mütterlichen Leibes selbst heraus. Dieser Menschenkeim kommt eigentlich eindeutig aus der geistigen Welt. Er benützt nur denjenigen Ort, in dem er gewissermaßen das Tor findet, um in die physische Welt hereinzukommen. Es ist innerhalb dessen, was sich um uns herum im Raume ausbreitet, nirgends ein Tor für den Menschen, der die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durchlebt hat, um in die physische Welt hereinzukommen. Es ist nur innerhalb des Menschleibes selbst dieses Tor. Und was da kraftet, was da wirkt, das sind nicht die Kräfte von Vater und Mutter, sondern das sind kosmische Kräfte, die eben durch den mütterlichen Leib nach der Befruchtung ihren Zugang zur physischen Welt suchen, nach der sie als geistig-seelisches Wesen eine Begierde entwickelt haben. So verwandelt sich der Mensch in ein physisches Wesen; aber dieses physische Wesen ist nur die äußere Form für ein Geistiges.“ (Farbige Hervorhebung durch d. Autor).

 

Steiner beschreibt dieses Mysterium eindeutig und seine Aussage ist direkt auf dieser Arbeitstafel aufgezeichnet. Vorweg gesagt: die Arbeitstafeln sollen nach Herrn Dr. L. Kovacs, Arabist und Turkologe, der mir bei der zeitlichen Datierung half, aus dem 5- 6 Jahrhundert nach Christus stammen.

 

Soweit ein kurzer Einblick in die Thematik.

 

Copyrigth F. Heinrich 2013.
back